Zu Besuch im Feindesland

Gerade von einem Kurztrip nach Mordor München zurückgekehrt, lassen sich rückblickend eigentlich zwei sehr klare Aussagen treffen:

1. Es ist immer wieder eine wundervolle, spannende Sache, mit der holden Sina K. um die Häuser zu ziehen.

und

2. München ist und bleibt ein wahrlich ein finsterer Ort!

Das Böse hat ein Gesicht

Nicht genug, dass sie ein
ziemlich fies aussehendes
Koboldwesen als Stadt-
symbol haben (siehe
nebenstehendes Bild ==>).

Nein, die Einheimischen
halten auch noch stoisch
die althergebrachten Kulte
und Riten aufrecht! So
wurde wegen des Toten-
sonntags (rein vom
Namen her der absolute
Lieblingsfeiertag eines
jeden Schwarzkittels) in
dem angesteuerten schwarzen
Tanztempel doch glatt pünktlich
um Mitternacht der Saft
abgedreht. Zum Glück hat das
urbane Krebsgeschwür die weit
verzweigte Großstadt mehr als
nur eine Lokalität zu bieten,
darunter auch solche, die sich
mit den lokalen Kulten besser
arrangiert zu haben scheinen. Aber etwas ärgerlich war Ganze dennoch.

Zur Krönung des Ganzen stehen wir dann auf dem Odeonsplatz und betrachten zur Erweiterung unseres kulturellen & geschichtlichen Horizontes das gewaltige und reichlich pompöse Siegesdenkmal aus dem 19. Jh. (danach gab es ja auch keine mehr) in der diesigen Abendstimmung. Da stapft dann doch wie im schlechten Film so ein bornierter Münchner Erfolgsmensch an uns vorbei & meint zu seiner aufgebretzelten Begleiterin (Marke luxusgewöhnte Friseuse) „Schau mal den da! Mit solchen (schwarzen Leder-, Anm. des Verfassers) Mänteln waren die damals auch hier gestanden! Damals, vor 50 Jahren!“. Keine weiteren Fragen Euer Ehren … deswegen lieben wir Franken Euch Münchner so sehr! Wegen Euren messerscharfen Blick für Zusammenhänge, Eurer Tendenz, Sachen zu hinterfragen bevor Ihr Eure Meinung herausposaunt & ganz allgemein für Eure vornehme Bescheidenheit.

Ach ja: wenn schon, dann war das vor 70 Jahren, Sie Klugscheisser! 😉

Das Angesicht des Bösen

This entry was posted on Sonntag, November 25th, 2007 at 22:53 and is filed under Neues aus der Gruft. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can skip to the end and leave a response. Pinging is currently not allowed.

4 Responses to “Zu Besuch im Feindesland”

  1. gnadiator Says:

    HAHA! Warum bitteschön sollte es Dir anders gehen als uns? Und: Hatte Holy Hoffi nicht schon vor Jahren einen Reichsadler an Deiner Halskette ausgem8? (LOL!)

    Lange Ledermäntel kannste übrigens bald endgültig vergessen, nachdem das inzwischen die offizielle Dienstkleidung für pubertierende Amateur-Amokläufer ist.

    Ansonsten wünscht der G.A.D. der ARGUS-Agentur viel Erfolg für den „Anis“-Wintersturm 2007. Möge der Gewürzknoten platzen! (btw: Klappt das am Sonntag mit kochen?!)

  2. Alamir-ai-khan Says:

    Das mit dem Ledermantel ist echt so … in Nürnberg wird man in vollem Ornat zumindest nur fragend beäugt, in München hat man stets das Gefühl, dass gerade ein UFO unmittelbar hinter einem gelandet ist …

    Das Metal-Kochen steht, keine Frage. Ich schicke heute abend mal eine Mail an Dich und an Herrn DomWill zwecks Abstimmung des „performance targets“ (altdeutsch: zu kochenden Gerichts) & des POC („point of cooking“ , altdeutsch: Ort des Kochgeschehens). Dann sollte dem Kochlöffel- und Schlachtbeil-Schwingen nichts mehr im Wege stehen.

    Obwohl … darf man als Ledermantelträger heute überhaupt noch SCHLACHTBEIL schreiben? Nicht dass da gleich … ohh … es klopft an der Tür und ….

  3. gnadiator Says:

    „Metal-Kochen“, da schau her. Wird ja immer besser …

  4. Conny Says:

    werd München jedenfalls am Samstag nen schönen Gruß von Dir ausrichten ;))

    Achja, und viel Spass beim kill…äh kochen 😉

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