London calling!

Irgendwie hatten es mir die nördlichen Länder schon immer angetan. Sicher, so etwas im Mittelmeer planschen & abends an der Strandpromenade lecker Fisch essen und je nach Tageszeit und geographischer Lage ein Gläschen Wein, Ouzo oder Raki trinken hat schon auch seinen Reiz. Aber erstens hat man es ja als Untoter im Allgemeinen nicht so mit übermäßiger Sonne und zweitens verblasst das Geschilderte im Vergleich zu Irlands rauem Charme, der Weite Norwegens oder auch der Atmosphäre Englands und Schottlands dann doch sehr schnell wieder.

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Tower Bridge

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Umso erfreulicher, dass es dieses Jahr einmal wieder über den Ärmelkanal ging, um in London Kristine und Benji heimzusuchen mit einem Besuch aus der alten Heimat zu erfreuen. Aufgrund jüngst zurückliegender privater Veränderungen fiel die Entscheidung über den Trip erst recht spät, aber am Ende wurden dann doch Stiefel & Reisebündel geschnürt um die Stadt an der Themse zu erkunden.

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Abendstimmung am BigBen

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Was folgten war eine Woche, die an Erholungswert so manchem dreiwöchigen Trip ins nichts nachstand. Am einen Tag ließ man sich durch die wunderbar relaxte Atmosphäre der Londoner Märkte treiben bevor es am nächsten Tag dann kulturell wurde, und man Stunde um Stunde traumwandlerisch durch das gewaltige British Museum wandelt um vom Stein von Rosetta bis hin zu verschiedensten Kunstwerken und Gemälden all die Wunder zu bestaunen, die sich das British Empire in seiner langen und wechselvollen Geschichte zusammenstibitzt angeeignet hat. Auch gefühlte 374 Sehenswürdigkeiten wurden zu Fuß abgelaufen … wobei es wohl bezeichnend ist, dass ich nur drei der großen Sehenswürdigkeiten wirklich besucht habe (dafür dann aber richtig).

1. HMS Belfast: war schon mit von der Partie, als die Normandie zu Klump geschossen wurde. Fast drei Stunden kreuz und quer durch ein – wenn auch etwas älteres – Schlachtschiff zu strolchen hat schon seinen Reiz.

HMS Belfast
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Meister Joda2. Star Wars Exhibition:

Ohne Worte …

Hochkultur sieht anders aus, aber lustig war es trotzdem!

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3. Westminster Abbey:

Man findet wohl kaum mehr berühmte Namen auf kleinem Raum vereint wie in dieser Kathedrale. Von englischen Königen bis zu C. Darwin …

Wer hier verbuddelt wird, hat es wohl in seiner Zeit weit gebracht. Unvergessen wird auch der Evensong Gottesdienst bleiben, in den ich eher zufällig hineingestolpert bin. Ganz ohne Touristen, dafür mit zwölfköpfigem, gregorianischen Chor und lateinischen Gesängen. Inmitten des altehrwürdigen Gemäuers schon eine besondere Erfahrung.

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Unerwähnt bleiben darf natürlich auch der WoEn-Trip in die Cotswolds nicht. Mit gemietetem Auto ging es dem Linksverkehr trotzend zuerst hinein in eine der schönsten Gegenden Englands, dann weiter nach Bristol und schließlich über das extrem schnuckelige Bath wieder zurück nach London, vorbei an dem wohl längsten und fiesesten Stau auf einer Autobahn / Landstraße, den ich jemals gesehen habe (zum Glück auf der Gegenfahrbahn, sonst stünde ich da wohl heute noch …).

Rückblickend war es eine wirklich geniale Zeit, nicht zuletzt wegen der hervorragenden Privatunterbringung in der kleinen, feinen und englisch-schief gebauten Wohnung der beiden Exil-Bayern. Auch über die englische Küche kann man sagen was man will … mit genügend Essig läßt sich alles gut verdauen und sobald irgendwo Cookie draufsteht, ist man ohnehin auf der sicheren Seite. Tipp hierzu: Ben’s Cookies in Bath! Wenn ich mir in Zukunft pure, Materie gewordene Kalorien vorstellen will, brauche ich eigentlich nur an den dort servierten, noch ofenwarmen Tripple-Chocolate-Cookie zurückdenken … mjamm.

Kristine & BenjiEvil Cookie of Death!

This entry was posted on Donnerstag, Oktober 18th, 2007 at 21:08 and is filed under Allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can skip to the end and leave a response. Pinging is currently not allowed.

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