Papa Staat is watching you!

Selbst als Untoter und damit per se nicht gerade als für seinen überschäumenden Humor berüchtigtes Wesen wird man ab und zu mit Neuigkeiten konfrontiert, die einem den Tag deutlich versüßen und ein heiteres Lachen breites Grinsen dünnes Lächeln auf die zerfallenden Gesichtszüge zaubert.

Da grübelt man als datensicherheitsbewußter Lich Woche um Woche darüber nach, was sich denn die Datenknechte von Papa Staat da wohl schier geniales aus den Fingern gesaugt haben. Denn wirklich bekannt war bislang nur der halb scherzhafte, halb bedrohlich wirkende Codename: „Operation Bundestrojaner„.

Nun konnte lange Zeit keiner so genau sagen, wie dieser halbfreiwillige Datentransfer zu den großen, hochleistungsfähigen und steuerfinanzierten Datenspeichern von Papa Staat denn eigentlich vor sich gehen sollten und wie – mindestens ebenso wichtig – sichergestellt werden könnte, dass nicht noch deutlich zwielichtigere Gestalten diese staatlich verordnete Sicherheitslücke ebenfalls dankend für ihre Zwecke verwenden können. Doch die Details des auch als „Schäubeln“ bekannten Spionagevorhabens blieben (aus durchaus nachvollziehbaren Gründen) lange Zeit im Dunkeln.

Bis jetzt!

Wenn es denn stimmt, was die Welt hierzu schreibt, dann haben sich unsere in Hinblick auf ihre Computerkenntnisse ohnehin nicht gerade mit Medaillen ausgezeichneten Volksvertreter einmal mehr selbst übertroffen. Denn wenn mir mein Gegenüber allen Ernstes erzählt, Online-Durchsuchung heißt rein in die Wohnung, Virus aufspielen, raus aus der Wohnung und dann einige Wochen / Monate später wieder rein in die Wohnung, Daten auslesen und wieder verschwinden … ich hätte ihn rundheraus ausgelacht. Vielleicht sollte mal jemand den Herren etwas über die Reaktionszeit auf neu entdeckte Computerbedrohungen erzählen (jepp, auch die bösen Buben werden wohl IT’ler haben…)? Oder darüber, dass sie den Computer auch einfach mitnehmen könnten wenn sie schon mal da sind und dann in Ruhe einen Blick in Cache und Co. werfen? Obwohl … wenn ich es mir recht überlege, sagen wir es ihnen lieber doch nicht.

Auf alle Fälle bleibt das spannend & ich freue mich bereits auf zukünftige Online-Ämterbescheinigungen (werden vom freundlichen Beamten nach Hause gebracht und per Post-It auf dem Monitor befestigt) und Online-KfZ-Zulassung (dito, nur halt mit Nummernschild).

Aber putzt Euch vorher bitte die Schuhe ab! Danke.

This entry was posted on Dienstag, August 7th, 2007 at 17:30 and is filed under New World Order. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can skip to the end and leave a response. Pinging is currently not allowed.

One Response to “Papa Staat is watching you!”

  1. SvenR Says:

    Soviel noch dazu:
    http://sw-guide.de/2007-08/im-briefkasten-gefunden/

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