Sie stapfen gerade durch die staubigen Katakomben des folgenden Achivs: Alamir’ai’Khan – Gedanken eines Untoten weblog archives for the day Sonntag, November 25th, 2007.

25 November 2007

Zu Besuch im Feindesland

Gerade von einem Kurztrip nach Mordor München zurückgekehrt, lassen sich rückblickend eigentlich zwei sehr klare Aussagen treffen:

1. Es ist immer wieder eine wundervolle, spannende Sache, mit der holden Sina K. um die Häuser zu ziehen.

und

2. München ist und bleibt ein wahrlich ein finsterer Ort!

Das Böse hat ein Gesicht

Nicht genug, dass sie ein
ziemlich fies aussehendes
Koboldwesen als Stadt-
symbol haben (siehe
nebenstehendes Bild ==>).

Nein, die Einheimischen
halten auch noch stoisch
die althergebrachten Kulte
und Riten aufrecht! So
wurde wegen des Toten-
sonntags (rein vom
Namen her der absolute
Lieblingsfeiertag eines
jeden Schwarzkittels) in
dem angesteuerten schwarzen
Tanztempel doch glatt pünktlich
um Mitternacht der Saft
abgedreht. Zum Glück hat das
urbane Krebsgeschwür die weit
verzweigte Großstadt mehr als
nur eine Lokalität zu bieten,
darunter auch solche, die sich
mit den lokalen Kulten besser
arrangiert zu haben scheinen. Aber etwas ärgerlich war Ganze dennoch.

Zur Krönung des Ganzen stehen wir dann auf dem Odeonsplatz und betrachten zur Erweiterung unseres kulturellen & geschichtlichen Horizontes das gewaltige und reichlich pompöse Siegesdenkmal aus dem 19. Jh. (danach gab es ja auch keine mehr) in der diesigen Abendstimmung. Da stapft dann doch wie im schlechten Film so ein bornierter Münchner Erfolgsmensch an uns vorbei & meint zu seiner aufgebretzelten Begleiterin (Marke luxusgewöhnte Friseuse) „Schau mal den da! Mit solchen (schwarzen Leder-, Anm. des Verfassers) Mänteln waren die damals auch hier gestanden! Damals, vor 50 Jahren!“. Keine weiteren Fragen Euer Ehren … deswegen lieben wir Franken Euch Münchner so sehr! Wegen Euren messerscharfen Blick für Zusammenhänge, Eurer Tendenz, Sachen zu hinterfragen bevor Ihr Eure Meinung herausposaunt & ganz allgemein für Eure vornehme Bescheidenheit.

Ach ja: wenn schon, dann war das vor 70 Jahren, Sie Klugscheisser! 😉

Das Angesicht des Bösen