Sie stapfen gerade durch die staubigen Katakomben des folgenden Achivs: Alamir’ai’Khan – Gedanken eines Untoten weblog archives for August, 2007.

29 August 2007

Fluch der Technik

Eigentlich …

… sollte an dieser Stelle ein toller erster Beitrag stehen, in welchem ich das neueste Plugin-Spielzeug zum Einbinden von gestreamten Videos zum Einsatz bringe.

Aber, wie unschwer zu erkennen, ist hier weit und breit natürlich kein Video zu finden. Vielleicht liegt es an dem altbewährten Vorgehen untoter Hexenmeister, erst einmal alles zu erschlagen um es dann bei Bedarf in weniger widerspenstiger Form zu neuem Leben … zu neuer Existenz zu erwecken. Auf alle Fälle ging der Versuch, das bereits einige Tage gut abgelagerte Plugin zu installieren, gründlich daneben.

So wird es wohl doch darauf hinauslaufen, dass demnächst der magische Hörknochen bei Meister SvenR klingelt und ein zerknirschter Untoter sich erkundigt, welche Feineinstellung die klobigen Knochenhände da wieder kaputt gemacht haben.

„Man kann eine Sache nicht idiotensicher machen … die Deppen sind einfach zu einfallsreich!“

23 August 2007

Mera Luna MMVII

Nun ist es wieder einmal herum, das M’era Luna … das erste & aufgrund akuter Zeitnot und dem Wegfall der stets grandiosen HERBSTNÄCHTE wohl auch das letzte Festival des aktuellen Jahres!

Die Reihen waren stark ausgedünnt … Pflastergott Till flanierte mit seiner Holden durch Paris, „Mathe macht glücklich“-Jalin spielte lieber mit abstrakten Zahlenmodellen und auch Motörhead-Martin hatte samt Oberkommando dieses Jahr einen Rückzieher gemacht, zu frisch waren die Erinnerung an die Schlammschlachten der letzten Jahre …

Schlammschlacht Mera Luna 2005

Doch diesmal zeigte Petrus wieder, dass er eben doch ein (dunkles) Herz für die schwarzen Heerscharen hat. Hatte es am Freitag bis etwa 15 Uhr durchgehend geschüttet, so konnte das Zelt wunderbar im trockenen aufgebaut werden .. dass es danach wieder schüttete war im trockenen Zeltinneren bei einer auf’s Gelände geschmugelten Flasche Wein nicht weiter schlimm.

Es folgten zwei Tage bei bestem Sonnenschein bevor es am Montag früh wieder losging … pünktlich, nachdem Zelt & sonstige Ausrüstung trocken abgebaut & im Gruft-O-Mobil verstaut wurde!

War wieder mal nett in Hildesheim … von perfekt arrangierten, divahaften Lakaien…

Deine Lakaien auf dem M'era Luna 2007
… bis hin zu der höchst unterhaltsamen Bühnenshow von Skinny Puppy, deren Kerninhalt mir mit „möglichst viel Blut auf der Bühne verteilen“ in Erinnerung geblieben ist. War schon lustig zu sehen, wie die Bühne nach dem Gig mit Reinigungsschiebern und Eimerweise Sand wieder begehbar gemacht wurde!

Skinny Puppy auf dem M'era Luna 2007

Summa summarum ein sehr entspanntes Wochenende … hätte nur noch die Zeit danach daran anschließen müssen! 😉

23 August 2007

Blood-sucking zombies from outer space

Sodenn, die emotionale Firewall ist wieder neu gebootet und etwas umkonfiguriert … weiter geht’s!

Als alter untoter Hexenmeister gibt es wenig, was einem mehr Freude bereitet als gute, klassische Zombies, solange sie sich nicht auf Festplatten herumtreiben. Das fängt an bei so unterhaltsamen Spielen wie „Zombies!!!“, geht über diverse geniale Episoden in gut gemachten Computerspielen (z.B. das geniale Horror-Szenario in Half Life 2) und endet – wieder mal -in mehr oder minder gelungenen Kinofilmen.

Da wird im Moment ja seit zwei oder drei Jahren wieder richtig viel geschlurft, gebissen die Kettensäge bzw. der Rasenmäher geschwungen und bei all dem reichlich Kunstblut vergossen. Am kommenden Mittwoch steht ganz in dieser Tradition dann auch ein hochintellektueller Streifen auf dem Programm, der im Rahmen des „Weekend of Fear“ ab 22 Uhr umsonst und (hoffentlich) draußen im Nürnberger Hirsch laufen wird: MUCHA SANGRE.

Flyer des Weekend of Fear

Wie der Titel schon vermuten läßt, wird das ein feinfühliger, emotional-philosophischer Streifen für Herz und Kehle Seele, mit dem ein oder anderen Gerstensaft Gläschen Wein wird sich das gewiss aushalten lassen.

Schön, dass der Hirsch und die Veranstalter des Weekend of Fear so etwas durchziehen! Hossa!

20 August 2007

Der Stand der Dinge …

Ab und an ist es schön, wenn manche Sachverhalte einfach, klar & deutlich beschrieben werden. So wie in diesem Fall:

Life’s a bitch – and then you die.

Hello darkness, my old friend ...

Hatte ich schon mal gesagt, wie sehr ich Abschiede und Trennungen hasse?

Soviel für den Moment. Mehr eventuell, sobald die emotionale Firewall wieder neu gebootet ist.

>> Alamir <<

7 August 2007

Papa Staat is watching you!

Selbst als Untoter und damit per se nicht gerade als für seinen überschäumenden Humor berüchtigtes Wesen wird man ab und zu mit Neuigkeiten konfrontiert, die einem den Tag deutlich versüßen und ein heiteres Lachen breites Grinsen dünnes Lächeln auf die zerfallenden Gesichtszüge zaubert.

Da grübelt man als datensicherheitsbewußter Lich Woche um Woche darüber nach, was sich denn die Datenknechte von Papa Staat da wohl schier geniales aus den Fingern gesaugt haben. Denn wirklich bekannt war bislang nur der halb scherzhafte, halb bedrohlich wirkende Codename: „Operation Bundestrojaner„.

Nun konnte lange Zeit keiner so genau sagen, wie dieser halbfreiwillige Datentransfer zu den großen, hochleistungsfähigen und steuerfinanzierten Datenspeichern von Papa Staat denn eigentlich vor sich gehen sollten und wie – mindestens ebenso wichtig – sichergestellt werden könnte, dass nicht noch deutlich zwielichtigere Gestalten diese staatlich verordnete Sicherheitslücke ebenfalls dankend für ihre Zwecke verwenden können. Doch die Details des auch als „Schäubeln“ bekannten Spionagevorhabens blieben (aus durchaus nachvollziehbaren Gründen) lange Zeit im Dunkeln.

Bis jetzt!

Wenn es denn stimmt, was die Welt hierzu schreibt, dann haben sich unsere in Hinblick auf ihre Computerkenntnisse ohnehin nicht gerade mit Medaillen ausgezeichneten Volksvertreter einmal mehr selbst übertroffen. Denn wenn mir mein Gegenüber allen Ernstes erzählt, Online-Durchsuchung heißt rein in die Wohnung, Virus aufspielen, raus aus der Wohnung und dann einige Wochen / Monate später wieder rein in die Wohnung, Daten auslesen und wieder verschwinden … ich hätte ihn rundheraus ausgelacht. Vielleicht sollte mal jemand den Herren etwas über die Reaktionszeit auf neu entdeckte Computerbedrohungen erzählen (jepp, auch die bösen Buben werden wohl IT’ler haben…)? Oder darüber, dass sie den Computer auch einfach mitnehmen könnten wenn sie schon mal da sind und dann in Ruhe einen Blick in Cache und Co. werfen? Obwohl … wenn ich es mir recht überlege, sagen wir es ihnen lieber doch nicht.

Auf alle Fälle bleibt das spannend & ich freue mich bereits auf zukünftige Online-Ämterbescheinigungen (werden vom freundlichen Beamten nach Hause gebracht und per Post-It auf dem Monitor befestigt) und Online-KfZ-Zulassung (dito, nur halt mit Nummernschild).

Aber putzt Euch vorher bitte die Schuhe ab! Danke.