Sie stapfen gerade durch die staubigen Katakomben des folgenden Achivs: Alamir’ai’Khan – Gedanken eines Untoten weblog archives for Mai, 2007.

7 Mai 2007

Das wahre Ich …

Als Untoter leidet man – sozusagen als statusimmanentes Berufsrisiko – ab und an unter einer gewissen Vergesslichkeit in Hinblick auf das wahre Selbst.

War man der Hexer von Schloss Arrrgh?! Nein, das war ja nur eine kurze Inkarnation, bis zu dieser unerfreulichen Episode, bei der der wütende Bauern-Mob statt mit Fackeln vor dem Tor zu stehen die Wirkung von größeren Mengen Schießpulver in den Höhlen unter der Festung testen musste. Auch die Zeit des „Seelenfressenden Nachtschatten“ war eher zufällig dem Umstand geschuldet, dass man sich mit vollständig pulverisiertem und ceteris paribusetwas eingeschränktem Leib erst einmal an etwas weniger stoffliche Quellen halten musste, um die Regeneration wieder einzuleiten…

Doch glücklicherweise scheint es auch den Sterblichen so zu ergehen, auch sie stellen sich die Frage: „Wer bin ich? Wer wäre ich in einem anderen Leben?“. Von den unzähligen Varianten dieser albernen Fragerei seien hier zwei besonders schicke Exemplare präsentiert, die ganz dreist und heimtückisch von der Seite www.paintgeek.net (dem „digitalen Skizzenbuch“ einer guten Bekannten, deren Werke man unter www.hagarun.de bewundern kann) stibitzt entwendet ausgeliehen wurden:

Der Superhelden- und das Superschurken-Personalitätstest!

Es sei noch verraten, dass der Untote am Ende als ein gewisser Batman eingestuft wurde. Zwar hat er diesen nie persönlich getroffen, aber die Fledermaus im Namen, dunkle Kleidung und ein Blick voll Tücke und kalter Berechnung … das sah schon mal ganz passabel aus. Auch den zugeordneten Superschurken, Dr. Doom, hatte er noch nie live und in Farbe gesehen … aber der Name klang doch schon mal vielversprechend!

Frohes testen, all Ihr multiplen Persönlichkeiten!

>> ALAMIR <<

6 Mai 2007

Land des Überflußes

Eigentlich geht es uns allen doch gut … alle grundlegenden Erfordernisse eines geregelten, gemütlichen Lebens können erfüllt werden, es gibt genug zu beißen, eine tolle GEZ haben wir auch und manches gibt es gar im Überfluss …

In Fürth / Bayern sind das zum Beispiel Polizeistreifen.

Während man im gesamten sonstigen bundesdeutschen und selbst im bayrischen Raum gemütlich am geregelten Straßenverkehr teilnehmen kann, scheint sich im Fürther Großraum ein seltsames Paralleluniversum zu etablieren. So hatte unser untoter Foltermeister in den vergangenen Wochen wiederholt das Vergnügen, von einigen gelang übereifr … pflichtbewußten und aufmerksamen Polizisten zu dem Woher, Wohin, Wieso & Warum befragt zu werden.

Da dies aufgrund mangelndem Alkoholkonsums vor einer Teilnahme an besagtem Straßenverkehr und einer lebensl … existenzlangen Abstinenz in Sachen halluzinogene Stoffe und Co. nicht weiter bedrohlich ist und stets in einer entspannten und freundlichen Atmosphäre von statten ging (Polizist überrascht: „Wie, Sie rauchen nicht? So gar nicht?“ „Ähhh, nein, Muss man das neuerdings?“), könnte man das so zu den Akten legen. Immerhin bekommt man so quasi einen Teil seiner gezahlten Steuern in Form einer spannenden Individualbetreuung rückerstattet … und irgendwann werden die dabei statt eines halt zufällig langhaarigen untoten Zeremonienmeisters Burschen bestimmt auch mal tatsächliche Verbrecher oder Vergeher ertappen … da führt nach der Gauß’schen Normalverteilung eigentlich sogar kein Weg drum herum!

Bleibt nur die Frage: warum ausgerechnet in Fürth?! Die nächsten Wochen werden wohl mit ausführlichen Recherchen über die Pro-Kopf-Polizeidichte dieses Städtchens und wilden Mutmaßungen über die Gründe für diese Sonderstellung gefüllt sein. Gibt es hier besonders schützenswerte Geheimnisse? Also irgendwas außer dem mir bis heute unklaren Sinn der einbahnstraßenlastigen Verkehrsführung? Sobald es neue Erkenntnisse gibt, hierzu mehr!

Postscript: Wobei meine Vermutung ja schon feststeht … das CassRun Team hatte Unrecht: NorCon stammt natürlich aus FÜRTH und dies sind die ersten Vorboten! Passt auch besser zum gepflegten Nürnberger Bild von Fürth als Quell allen Bösen etwas seltsame, kleine Provinzstadt.