Sie stapfen gerade durch die staubigen Katakomben des folgenden Achivs: New World Order category.

20 August 2007

Der Stand der Dinge …

Ab und an ist es schön, wenn manche Sachverhalte einfach, klar & deutlich beschrieben werden. So wie in diesem Fall:

Life’s a bitch – and then you die.

Hello darkness, my old friend ...

Hatte ich schon mal gesagt, wie sehr ich Abschiede und Trennungen hasse?

Soviel für den Moment. Mehr eventuell, sobald die emotionale Firewall wieder neu gebootet ist.

>> Alamir <<

7 August 2007

Papa Staat is watching you!

Selbst als Untoter und damit per se nicht gerade als für seinen überschäumenden Humor berüchtigtes Wesen wird man ab und zu mit Neuigkeiten konfrontiert, die einem den Tag deutlich versüßen und ein heiteres Lachen breites Grinsen dünnes Lächeln auf die zerfallenden Gesichtszüge zaubert.

Da grübelt man als datensicherheitsbewußter Lich Woche um Woche darüber nach, was sich denn die Datenknechte von Papa Staat da wohl schier geniales aus den Fingern gesaugt haben. Denn wirklich bekannt war bislang nur der halb scherzhafte, halb bedrohlich wirkende Codename: „Operation Bundestrojaner„.

Nun konnte lange Zeit keiner so genau sagen, wie dieser halbfreiwillige Datentransfer zu den großen, hochleistungsfähigen und steuerfinanzierten Datenspeichern von Papa Staat denn eigentlich vor sich gehen sollten und wie – mindestens ebenso wichtig – sichergestellt werden könnte, dass nicht noch deutlich zwielichtigere Gestalten diese staatlich verordnete Sicherheitslücke ebenfalls dankend für ihre Zwecke verwenden können. Doch die Details des auch als „Schäubeln“ bekannten Spionagevorhabens blieben (aus durchaus nachvollziehbaren Gründen) lange Zeit im Dunkeln.

Bis jetzt!

Wenn es denn stimmt, was die Welt hierzu schreibt, dann haben sich unsere in Hinblick auf ihre Computerkenntnisse ohnehin nicht gerade mit Medaillen ausgezeichneten Volksvertreter einmal mehr selbst übertroffen. Denn wenn mir mein Gegenüber allen Ernstes erzählt, Online-Durchsuchung heißt rein in die Wohnung, Virus aufspielen, raus aus der Wohnung und dann einige Wochen / Monate später wieder rein in die Wohnung, Daten auslesen und wieder verschwinden … ich hätte ihn rundheraus ausgelacht. Vielleicht sollte mal jemand den Herren etwas über die Reaktionszeit auf neu entdeckte Computerbedrohungen erzählen (jepp, auch die bösen Buben werden wohl IT’ler haben…)? Oder darüber, dass sie den Computer auch einfach mitnehmen könnten wenn sie schon mal da sind und dann in Ruhe einen Blick in Cache und Co. werfen? Obwohl … wenn ich es mir recht überlege, sagen wir es ihnen lieber doch nicht.

Auf alle Fälle bleibt das spannend & ich freue mich bereits auf zukünftige Online-Ämterbescheinigungen (werden vom freundlichen Beamten nach Hause gebracht und per Post-It auf dem Monitor befestigt) und Online-KfZ-Zulassung (dito, nur halt mit Nummernschild).

Aber putzt Euch vorher bitte die Schuhe ab! Danke.

21 Juni 2007

Freude schöner Götterfunken!

Da sage noch wer, Politik mache keinen Spaß bzw. habe keinen hohen Unterhaltungswert!

Die aktuelle Forderung Polens, man solle doch bitte bei der Verteilung der heutigen Stimmrechten in der EU die Weltkriegstoten Polens mit einrechnen und deswegen von einer rechnerisch viel größeren polnischen Bevölkerung ausgehen, hat mich ehrlich gesagt fast vom Thron gehauen. Am Ende habe ich mich dann aber doch mit einem offenen Mund und einem mehr als ungläubigen Blick begnügt, einfach weil der Boden in finsteren Gruften nunmal stets etwas dreckig ist und man da nicht so gern vom Stuhl fällt…
Ich meine die Forderung ist ja zumindest höchst kreativ … und erst die weiteren Auswirkungen, wenn man die Idee mal weiterspinnt:

– In Nordamerika bekommen in Zukunft die Indianer eine Anzahl an Wahlstimmen, die ihrer heutigen Anzahl ohne die Invasion der europäischen Invasoren entspricht. Das würde gewiss auch dem Wahlkampf ganz neue Nuancen geben.

– Mitteleuropa fordert eine Anzahl an rothaarigen Frauen, welche der extrapolierten Anzahl ohne die unerfreuliche, symptombasierte Dezimierung durch die römische Kirche und die heilige römische Inquisition mittels Scheiterhaufen und Co. entspricht.

– Irland legt nach und fordert Stimmrechte gemäß der Anzahl an Iren ohne diese blöde Famine Anfang des vorletzten Jahrhunderts, für die man ja schließlich nichts konnte. Und wenn man schon dabei ist, sollen doch bitte auch die Verluste durch die Auswanderung über den großen Teich ausgeglichen werden!

Bevor wir das jetzt weiterführen mit südamerikanischen Indianerstämmen, australischen Aborigines, den Kriegsopfern des römischen Reiches und den Toten der Pest, lehnen wir uns doch lieber zurück und schauen, was da als nächstes kommt … auf geht’s, Herr Kaczynski, da geht doch noch was …

6 Mai 2007

Land des Überflußes

Eigentlich geht es uns allen doch gut … alle grundlegenden Erfordernisse eines geregelten, gemütlichen Lebens können erfüllt werden, es gibt genug zu beißen, eine tolle GEZ haben wir auch und manches gibt es gar im Überfluss …

In Fürth / Bayern sind das zum Beispiel Polizeistreifen.

Während man im gesamten sonstigen bundesdeutschen und selbst im bayrischen Raum gemütlich am geregelten Straßenverkehr teilnehmen kann, scheint sich im Fürther Großraum ein seltsames Paralleluniversum zu etablieren. So hatte unser untoter Foltermeister in den vergangenen Wochen wiederholt das Vergnügen, von einigen gelang übereifr … pflichtbewußten und aufmerksamen Polizisten zu dem Woher, Wohin, Wieso & Warum befragt zu werden.

Da dies aufgrund mangelndem Alkoholkonsums vor einer Teilnahme an besagtem Straßenverkehr und einer lebensl … existenzlangen Abstinenz in Sachen halluzinogene Stoffe und Co. nicht weiter bedrohlich ist und stets in einer entspannten und freundlichen Atmosphäre von statten ging (Polizist überrascht: „Wie, Sie rauchen nicht? So gar nicht?“ „Ähhh, nein, Muss man das neuerdings?“), könnte man das so zu den Akten legen. Immerhin bekommt man so quasi einen Teil seiner gezahlten Steuern in Form einer spannenden Individualbetreuung rückerstattet … und irgendwann werden die dabei statt eines halt zufällig langhaarigen untoten Zeremonienmeisters Burschen bestimmt auch mal tatsächliche Verbrecher oder Vergeher ertappen … da führt nach der Gauß’schen Normalverteilung eigentlich sogar kein Weg drum herum!

Bleibt nur die Frage: warum ausgerechnet in Fürth?! Die nächsten Wochen werden wohl mit ausführlichen Recherchen über die Pro-Kopf-Polizeidichte dieses Städtchens und wilden Mutmaßungen über die Gründe für diese Sonderstellung gefüllt sein. Gibt es hier besonders schützenswerte Geheimnisse? Also irgendwas außer dem mir bis heute unklaren Sinn der einbahnstraßenlastigen Verkehrsführung? Sobald es neue Erkenntnisse gibt, hierzu mehr!

Postscript: Wobei meine Vermutung ja schon feststeht … das CassRun Team hatte Unrecht: NorCon stammt natürlich aus FÜRTH und dies sind die ersten Vorboten! Passt auch besser zum gepflegten Nürnberger Bild von Fürth als Quell allen Bösen etwas seltsame, kleine Provinzstadt.

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